Deutscher Gewerkschaftsbund

13.03.2017

Abwechslungsreiches Programm rund um den internationalen Frauentag lockt zahlreiche Besucher

Aschaffenburg.Erlenbach. Der DGB hat anlässlich des Internationalen Frauentags gute Arbeit, eigenständige Existenzsicherung und mehr Mitbestimmung in Puncto Arbeitszeit für Frauen gefordert. Der DGB und die acht Mitgliedsgewerkschaften haben am bayerischen Untermain ein abwechslungsreiches Programm mit 4 verschiedenen Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Die Themen, die im Rahmen des Internationalen Frauentags angesprochen worden sind, treffen alle gesellschaftlichen Bereiche. Daher haben die Gewerkschaften mit diversen Partnern kooperiert. Gewerkschafterinnen engagieren sich im Frauenhearing, es haben Veranstaltungen in Kooperation mit der Aschaffenburger Hochschule, der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes Miltenberg und Aschaffenburg sowie der Kinopassage Erlenbach stattgefunden.



Am Mittag des internationalen Frauentags trafen sich vor dem Eingang der Aschaffenburger City Galerie 7 Kolleginnen und Kollegen, um 250 fair gehandelte Rosen sowie kleine Brote zu verteilen. Am Mittag des internationalen Frauentags trafen sich vor dem Eingang der Aschaffenburger City Galerie 7 Kolleginnen und Kollegen, um 250 fair gehandelte Rosen sowie kleine Brote zu verteilen.

Am Mittag des internationalen Frauentags trafen sich vor dem Eingang der Aschaffenburger City Galerie 7 Kolleginnen und Kollegen, um 250 fair gehandelte Rosen sowie kleine Brote zu verteilen. DGB Unterfranken

Den Auftakt machte am 5. März die Veranstaltung des Frauenhearings mit Renate Schmidt: "Ein Mann ist keine Altersvorsorge". Renate Schmidt las vor rund 100 Gästen aus ihrem gleichnamigen Buch und erläuterte, warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist.

Am 8. März fanden gleich zwei Aktionen statt. Am Mittag des internationalen Frauentags trafen sich vor dem Eingang der Aschaffenburger City Galerie 7 Kolleginnen und Kollegen, um 250 fair gehandelte Rosen sowie kleine Brote zu verteilen. Getreu dem Motto, das die amerikanischen Textilarbeiterinnen vor rund 100 Jahren prägten: Brot und Rosen. Bei den Gesprächen am Infostand wurde deutlich, welche Themen die Frauen bewegen: Minijob, Teilzeit und Altersarmut.
Am Abend konnte die IGBCE viele Gäste begrüßen. Beim traditionellen Sektempfang lieferte die Kabarettistin Ann-Kathrin Schneider mit ihrem Programm „So oder so ist das Leben“ einen humoristischen Blick auf den Weltfrauentag. Im Anschluss wurde in der Kinopassage Erlenbach der Film „Zeit der Frauen“ vorgeführt.

Bei den Gesprächen am Infostand wurde deutlich, welche Themen die Frauen bewegen: Minijob, Teilzeit und Altersarmut

Bei den Gesprächen am Infostand wurde deutlich, welche Themen die Frauen bewegen: Minijob, Teilzeit und Altersarmut DGB Unterfranken

Den Abschluss der Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag machte am 9. März die IG Metall/DGB Podiumsdiskussion. In Kooperation mit der Hochschule Aschaffenburg wurde das „Frauen in der digitalen Arbeitswelt“ erörtert. Zunächst gab die Wissenschaftlerin Dr. Kira Marrs vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) einen inhaltlichen Impuls. Im Anschluss diskutierte ein bunt gemischtes Podium über die Chancen und Risiken des komplexen Themas.   
Frau Professorin Szebel-Habig vertrat die Sicht der Hochschule, Herr Fiks von Bosch-Rexroth die Arbeitgeberseite, Dr. Andrea Fehrmann als Vertreterin der IG Metall Bayern berichtete unter anderem von ihren Debatten mit der bayerischen Staatsregierung, die Jungingenieurin Sandra Abersfelder berichtete von ihrem beruflichen Alltag und Zukunftsperspektiven, während Betriebsratsvorsitzender Ralf Eich dafür warb, die Beschäftigten bei den Prozessen im Rahmen der Digitalisierung mitnehmen zu wollen.

Einig war man sich, dass die Digitalisierung zu einer historischen Zäsur führt, welche die Gesellschaft insgesamt und damit auch die Wirtschaft verändert.

Einig war man sich, dass die Digitalisierung zu einer historischen Zäsur führt, welche die Gesellschaft insgesamt und damit auch die Wirtschaft verändert. DGB Unterfranken

Einig war man sich, dass die Digitalisierung zu einer historischen Zäsur führt, welche die Gesellschaft insgesamt und damit auch die Wirtschaft verändert. Vor dem Hintergrund des weitreichenden Umbruchprozesses stellt sich die Frage nach den Auswirkungen der Digitalisierung auf die beruflichen Entwicklungschancen insbesondere auch von Frauen.
Das Ergebnis der anschließenden Diskussionsrunde fasste Birgit Adam, 2. Bevollmächtigte zusammen: „Der Wandel in der digitalen Arbeitswelt muss gestaltet werden. Er muss so gestaltet werden, dass die Menschen dabei nicht die Verlierer sind und er muss insbesondere so gestaltet werden, dass die Gleichstellung von Frauen weiter voranschreitet. Es gibt hierfür eine große Chance. Sie zu nutzen wird Aufgabe sein, sowieso, aber auch gerade jetzt, damit die Entwicklung der digitalen Arbeitswelt nicht an uns Frauen vorbeigeht.“

Zunächst gab die Wissenschaftlerin Dr. Kira Marrs vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) einen inhaltlichen Impuls.

Zunächst gab die Wissenschaftlerin Dr. Kira Marrs vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) einen inhaltlichen Impuls. DGB Unterfranken

Die Gewerkschaften wünschen sich mehr Möglichkeiten zur Qualifizierung - auch für Frauen in Teilzeit.
Qualifizierung, Flexibilisierung und Digitalisierung gehören oftmals zusammen. Es braucht neue Regeln, damit die Möglichkeit der Flexibilisierung zu einem Gewinn für Beschäftigte wird. Und immer noch gilt das Ziel der Lohngleichheit.
DGB Regionssekretär Björn Wortmann fasste abschließend zusammen: "Unter dem Stichwort Industrie 4.0 wird oft über Berufe im produzierenden Gewerbe diskutiert, nicht aber über frauendominierte Berufe. Dabei wäre das dringend geboten, denn der digitale Wandel ist längst kein Branchenphänomen mehr. Heute sind nahezu alle Berufe von Digitalisierungsprozessen betroffen und ein Großteil der weiblichen Beschäftigten arbeitet mit digitalen Technologien. Wir müssen den digitalen Wandel nutzen, um Frauen neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu bieten.“

Filmvorstellung der IGBCE in Erlenbach

Filmvorstellung der IGBCE in Erlenbach IGBCE Mainfranken

Filmvorstellung der IGBCE in Erlenbach

Filmvorstellung der IGBCE in Erlenbach IGBCE Mainfranken

Filmvorstellung der IGBCE in Erlenbach

Filmvorstellung der IGBCE in Erlenbach IGBCE Mainfranken

Brot und Rosen.

Brot und Rosen. DGB Unterfranken

Brot und Rosen.

Brot und Rosen. DGB Unterfranken

Brot und Rosen.

Brot und Rosen. DGB Unterfranken


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