Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2017
Demo und Kundgebung

Internationaler Maifeiertag der Gewerkschaften in Würzburg

Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, warnte während ihrer Mairede in Würzburg vor den Folgen der Rentenpolitik der vergangenen Jahre.

Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, warnte während ihrer Mairede in Würzburg vor den Folgen der Rentenpolitik der vergangenen Jahre. Foto: DGB Würzburg

Würzburg. Die traditionelle Demo und die Kundgebung des DGB in Würzburg zogen am 1. Mai 2017 viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an. In einem von der Grupppe „Samba Osenga“ begleitetem Demonstrationszug liefen die Kolleginnen und Kollegen vom Hauptbahnhof gemeinsam durch die Würzburger Innenstadt. Im Demonstrationszug machten beispielsweise die Busfahrer mit selbsterstellten Bannern auf ihre Lage aufmerksam. Am Unteren Markt begrüßte die DGB Kreisvorsitzende Karin Dauer die Teilenehmerinnen und Teilnehmer.

Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, warnte während ihrer Mairede in Würzburg vor den Folgen der Rentenpolitik der vergangenen Jahre. Ein Kurswechsel sei überfällig: „Zukünftig droht immer mehr Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, der soziale Abstieg im Alter. Das liegt an den Rentenkürzungen der Vergangenheit. Beschlossen wurde, das gesetzliche Rentenniveau immer weiter abzusenken. Das bedeutet, dass es selbst für Durchschnittsverdienende im Alter eng wird.“

Insbesondere Frauen drohe schon jetzt häufig die Altersarmut: „In Würzburg kommen die männlichen Altersrentner im Schnitt auf 931 Euro. Frauen gar nur auf 653 Euro. Das reicht hinten und vorne nicht für ein sorgenfreies Leben im Alter. Bereits heute erhalten in Bayern mehr als dreiviertel aller Frauen eine Rente, die unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt“, so Di Pasquale.

Die Konsequenz daraus ist für Di Pasquale klar: „Diese Entwicklung muss gestoppt und umgedreht werden. Das Rentenniveau darf nicht weiter abgesenkt werden. Ganz im Gegenteil: Es muss deutlich erhöht werden. Die Rente muss für ein gutes Leben reichen!“

Norbert Zirnsak, DGB Sekretär in Würzburg ging auf die Bundestagswahl ein. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wer sich Solidarität zum Grundsatz macht, der gibt dieser Partei am 24. September bei der Bundestagswahl keine Stimme. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass diese Partei schleunigst wieder von der Bildfläche verschwindet!“

Norbert Zirnsak, DGB Sekretär in Würzburg ging auf die Bundestagswahl ein. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wer sich Solidarität zum Grundsatz macht, der gibt dieser Partei am 24. September bei der Bundestagswahl keine Stimme. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass diese Partei schleunigst wieder von der Bildfläche verschwindet!“ Foto: DGB Würzburg

Norbert Zirnsak, DGB Sekretär in Würzburg ging auf die Bundestagswahl ein. Mit Blick auf die AfD sagte er: „Wer sich Solidarität zum Grundsatz macht, der gibt dieser Partei am 24. September bei der Bundestagswahl keine Stimme. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass diese Partei schleunigst wieder von der Bildfläche verschwindet!“

In einem Rückblick auf das Aus beim Traditionsdrucker Stürtz in Würzburg sagte der Gewerkschafter: „Die Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften brauchen Mitbestimmungsrechte, die sie dazu befähigen ein Veto zu formulieren, wenn Kapitalgeber die Vernichtung von Arbeit planmäßig vorantreiben. Menschen vor Profit, Kolleginnen und Kollegen, das muss unser gemeinsames Ziel sein.“

Auch das Thema Privatisierung der Autobahnen sprach Norbert Zirnsak an: Die Bundesregierung steuere auf eine Privatisierung der Bundesfernstraßen zu und fädele weitgehend hinter den Kulissen den bisher größten Coup der Übergabe von öffentlichem Vermögen an privates Kapital ein. „Den Profit erzielen am Ende dabei private Konzerne, Banken und Versicherungen. Verlierer sind nicht alleine die bundesweit rund 30.000 Beschäftigten der Straßenbauverwaltung. Verlierer bei den Privatisierungsvorhaben der Regierenden sind die Beschäftigten insgesamt. Genau wie beim Würzburger Arvato-Flop werden wir das bezahlen, und im Gegenzug die demokratische Kontrolle über weitere öffentliche Infrastruktureinrichtungen verlieren,“ sagte Norbert Zirnsak.

Am DGB Infostand lagen Unterschriftenlisten des DGB gegen die Privatisierung der Autobahnen aus. Zahlreiche Kundgebungsteilnehmer trugen sich in die Listen ein. Die DGB Band begleitete die Kundgebung musikalisch. Am Unteren Markt waren zahlreiche Infostände aufgebaut. Nach der Kundgebung blieben noch einige Kolleginnen und Kollegen zum gemeinsamen Frühschoppen auf dem Unteren Markt.

 

Die traditionelle Demo und die Kundgebung des DGB in Würzburg zogen am 1. Mai 2017 viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an. In einem von der Grupppe „Samba Osenga“ begleitetem Demonstrationszug liefen die Kolleginnen und Kollegen vom Hauptbahnhof gemeinsam durch die Würzburger Innenstadt.

Die traditionelle Demo und die Kundgebung des DGB in Würzburg zogen am 1. Mai 2017 viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an. In einem von der Grupppe „Samba Osenga“ begleitetem Demonstrationszug liefen die Kolleginnen und Kollegen vom Hauptbahnhof gemeinsam durch die Würzburger Innenstadt. Foto: attac Würzburg

Am Unteren Markt begrüßte die DGB Kreisvorsitzende Karin Dauer (rechts im Bild) die Teilenehmerinnen und Teilnehmer der Würzburger DGB Kundgebung.

Am Unteren Markt begrüßte die DGB Kreisvorsitzende Karin Dauer (rechts im Bild) die Teilenehmerinnen und Teilnehmer der Würzburger DGB Kundgebung. Foto: DGB Würzburg

Am DGB Infostand lagen Unterschriftenlisten des DGB gegen die Privatisierung der Autobahnen aus. Zahlreiche Kundgebungsteilnehmer trugen sich in die Listen ein.

Am DGB Infostand lagen Unterschriftenlisten des DGB gegen die Privatisierung der Autobahnen aus. Zahlreiche Kundgebungsteilnehmer trugen sich in die Listen ein. Foto: DGB Würzburg

Die DGB Band begleitete die Kundgebung musikalisch.

Die DGB Band begleitete die Kundgebung musikalisch. Foto: DGB Würzburg

In einem von der Grupppe „Samba Osenga“ begleitetem Demonstrationszug liefen die Kolleginnen und Kollegen vom Hauptbahnhof gemeinsam durch die Würzburger Innenstadt.

In einem von der Grupppe „Samba Osenga“ begleitetem Demonstrationszug liefen die Kolleginnen und Kollegen vom Hauptbahnhof gemeinsam durch die Würzburger Innenstadt. Foto: DGB Würzburg

Im Demonstrationszug machten beispielsweise die Busfahrer mit selbsterstellten Bannern auf ihre Lage aufmerksam.

Im Demonstrationszug machten beispielsweise die Busfahrer mit selbsterstellten Bannern auf ihre Lage aufmerksam. Foto: DGB Würzburg


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