Deutscher Gewerkschaftsbund

23.02.2017

Pflege ist kein Tabuthema!

Was ändert sich 2017 im Bereich der Pflege?

Pflege ist kein Tabuthema! Hohes Interesse bei Informationsveranstaltung des DGB

Pflege ist kein Tabuthema! Hohes Interesse bei Informationsveranstaltung des DGB DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Pflege ist bei vielen Menschen ein Tabuthema. Dass Pflege kein Tabuthema bleibt, machte Hiltrud Höreth, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aschaffenburg auf der Veranstaltung des DGB Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg deutlich. Ein voll besetzter Sitzungssaal im Gewerkschaftshaus im Aschaffenburger Stadtteil Damm unterstrich den hohen Informationsbedarf rund um das Thema „Pflege“.

 

Zum 1. Januar 2017 treten im Bereich Gesundheit und Pflege wichtige Änderungen in Kraft. Im Pflegebereich gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff. Leistungen der Pflegeversicherung sollen so genauer abgestimmt werden können. Künftig wird beurteilt, wie gut oder schlecht eine Person ihren Alltag selbst bewältigen kann. Statt drei Pflegestufen wird es ab 1. Januar fünf Pflegegrade geben. Körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen werden gleichermaßen erfasst.

DGB-Regionssekretär Björn Wortmann ging in seiner Begrüßung auf die Herausforderungen beim Thema „Pflege“ und die neue Gesetzgebung ein: „Vor dem Hintergrund unserer demografischen Entwicklung wird die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigen. Pflege betrifft jede und jeden – als pflegebedürftiger Mensch, als Angehörige oder als Beschäftigte in der Pflege.“

Die Referentin Dr. Hiltrud Höreth, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aschaffenburg, stellte die wichtigs-ten Neuerungen zum neuen Pflegestärkungsgesetz (PSG) vor und warb dafür, sich aktiv mit dem Thema Pflege auseinanderzusetzen

Referentin Dr. Hiltrud Höreth DGB Unterfranken

Die Referentin Dr. Hiltrud Höreth, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aschaffenburg, stellte die wichtigsten Neuerungen zum neuen Pflegestärkungsgesetz (PSG) vor und warb dafür, sich aktiv mit dem Thema Pflege auseinanderzusetzen: „Pflege darf kein Tabuthema sein und Beschäftigte müssen ihre Rechte kennen.“ Größtenteils wird im familiären Umfeld gepflegt. Der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Pflegeverantwortung nimmt beständig zu. Dabei sind es vor allen Dingen Frauen, die ihre Angehörigen pflegen und die unter den Belastungen von Beruf und Pflege leiden.Dass die Thematik äußerst komplex ist, zeigten die Frage- und Diskussionsbeiträge der Zuhörer.

Welchen Kündigungsschutz habe ich, welche Freistellungsmöglichkeiten im Betrieb kann ich in Anspruch nehmen, welche finanziellen Unterstützungen bekomme ich, habe ich Anspruch auf Erholungsurlaub, gibt es Schulungsseminare für Menschen, die Pflegefälle in ihren Familien betreuen, was ist ein Pflegetagebuch,…Frau Dr. Höreth konnte alle Fragen kompetent beantworten und stand im Anschluss der Veranstaltung für vertiefende Fragen zur Verfügung. Die Präsentation von Frau Dr. Höreth kann hier runtergeladen werden:

Zum 1. Januar 2017 treten im Bereich Gesundheit und Pflege wichtige Änderungen in Kraft. Im Pflegebe-reich gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff. Leistungen der Pflegeversicherung sollen so genauer abge-stimmt werden können. Künftig wird beurteilt, wie gut oder schlecht eine Person ihren Alltag selbst bewäl-tigen kann.

Zum 1. Januar 2017 treten im Bereich Gesundheit und Pflege wichtige Änderungen in Kraft. Im Pflegebereich gilt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff. DGB Unterfranken

DGB Regionssekretär Wortmann und Frau Höreth warben gemeinsam für den betrieblichen Pflegelotsen, den die Initiative bayerischer Untermain anbietet. In diversen Modulen können sich Personal- und Betriebsräte sowie Personalverantwortliche zum betrieblichen Pflegelotsen ausbilden lassen. Nach der Qualifizierung kann man Beschäftigten eine Erstberatung rund um das Thema Pflege und Arbeitswelt geben und kennt die jeweiligen Stellen in der Region bayerischer Untermain, die weitergehend beraten, unterstützen und begleiten können.

Weitere Infos unter

https://www.bayerischer-untermain.de/home.html

https://www.bayerischer-untermain.de/fileadmin/pdf/FL_Pflegelotse1116_k1.pdf

 

DGB Regionssekretär Wortmann und Frau Höreth warben gemeinsam für den betrieblichen Pflegelotsen, den die Initiative bayerischer Untermain anbietet.

DGB Regionssekretär Wortmann und Frau Höreth warben gemeinsam für den betrieblichen Pflegelotsen, den die Initiative bayerischer Untermain anbietet. DGB Unterfranken


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