Deutscher Gewerkschaftsbund

18.09.2017
Aktionstag

Rente nicht auf die lange Bank schieben

DGB Region Unterfranken

Informationsstand Aschaffenburg

Informationsstand Aschaffenburg DGB Region Ufr.

Unterfranken. Sieben DGB Kreisverbände beteiligten sich in Unterfranken am bundesweiten Rentenaktionstag des DGB. In Aschaffenburg, Würzburg, Schweinfurt, Volkach, Bad Kissingen, Bad Neustadt und in Haßfurt thematisierten viele ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen am vergangenen Freitag die Weigerung von CDU/ CSU das Rentenniveau zu erhöhen.

Als Aktionsform wurde die „lange Bank“ gewählt. Dazu wurden mehrere Bierbänke nebeneinander gestellt, mit extra angefertigten Hussen verkleidet, auf denen der DGB einen Kurswechsel in der Rentenpolitik fordert. Die Botschaft war klar und leicht verständlich: „Die Rente nicht auf die lange Bank schieben“, sondern jetzt den weiteren Verfall des Rentenniveaus stoppen. Meist wurde die Aktion mit zusätzlichen Info- Ständen ergänzt. In Schweinfurt ging eine Fahrrad- Demo der Aktion voraus. Vom Hauptbahnhof aus radelten etwa 50 Kolleginnen und Kollegen mit DGB- Warnwesten ausgestattet und von der Polizei begleitet zum Georg- Wichtermann- Platz, wo die lange- Bank- Aktion schon vorbereitet war. Dort hielt dann DGB- Regionsgeschäftsführer Frank Firsching eine kurze Rede zu den Forderungen der Gewerkschaften, um die Rente zu verbessern. Der Rentensinkflug soll gestoppt werden, das Rentenniveau wieder auf 50 Prozent angehoben werden, die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente sollen gestrichen werden, dafür will der DGB Geringverdiener über Mindestentgeltpunkte besser stellen und perspektivisch plädiert der DGB für die Entwicklung einer Erwerbstätigenversicherung. Die Idee dabei: Alle Erwerbstätigen sollen in eine Rentenkasse einbezahlen. Also auch Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Politiker. Mit der Rente ab 67 Jahren hat der DGB seinen Frieden nicht gemacht. Firsching unterstrich, dass man für flexible, abschlagsfreie Zugänge in die Rente streitet und eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre beispielsweise ablehnt.

Der bundesweite Aktionstag am 15. September wurde von DGB Bundesvorstand ausgerufen um vor der Bundestagswahl Druck für einen Kurswechsel in der gesetzlichen Rente zu machen. Im Visier dabei die Rentenkürzungsparteien CDU/ CSU, die bis zum Jahr 2030 keinen Handlungsbedarf erkennen, obwohl die Rentenkürzungsprogramme der Vergangenheit dafür sorgen, dass das Rentenniveau bis 2030 von heute 48 Prozent auf dann 44 Prozent fällt.


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