Deutscher Gewerkschaftsbund

05.02.2016

Neue Regeln für die Pflegezeit und Familienpflegezeit

Neue Regeln für die Pflegezeit

Dr. Hiltrud Höreth, Gleichstellungsstelle Stadt Aschaffenburg, hat auf Einladung der DGB Frauen Aschaffenburg-Miltenberg über das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf referiert. DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Dr. Hiltrud Höreth von der Gleichstellungsstelle Stadt Aschaffenburg hat auf Einladung der DGB Frauen Aschaffenburg-Miltenberg über das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf referiert. Dabei ging sie insbesondere auf die Themen Kündigungsschutz, Freistellung zur Pflege und Erholungsurlaubsanspruch ein. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum folgten, die kompetent von Frau Dr. Höreth beantwortet wurden.

 

Am 1. Januar 2015 ist das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz werden die Möglichkeiten der Freistellung zur Pflege von nahen Angehörigen nach dem Pflege- und Familienpflegezeitgesetz, die bislang unabhängig voneinander geregelt waren, abgeändert und stärker miteinander verknüpft. Die Rechtsposition der pflegenden Angehörigen wurde zwar durch die Einführung des Rechtsanspruchs auf Familienpflegezeit sowie durch die finanzielle Absicherung der kurzzeitigen Freistellung von bis zu zehn Tagen zur Pflege verbessert. Allerdings wurde der Sonderkündigungsschutz für pflegende Angehörige zeitlich eingeschränkt und für die längeren Pflegezeiten ein arbeitgeberseitiges Urlaubskürzungsrecht eingeführt. Frau Dr. Höreth erläuterte die Neuerungen des Gesetzes. Der Terminus des „Nahen Angehörigen“ ist im Gesetz nun weiter gefasst wird. Er erfasst nicht mehr nur Mutter, Vater und Kind.

Der Terminus des „Nahen Angehörigen“ ist im Gesetz nun weit gefasst wird.

Frau Dr. Höreth erläuterte die Neuerungen des Gesetzes. Der Terminus des „Nahen Angehörigen“ ist im Gesetz nun weit gefasst wird. Dr. Höreth

Aus dem Publikum wurden Fragen zu den Pflegestufen, betrieblichen Handlungsmöglichkeiten und der Notfallmappe gestellt. Frau Dr. Höreth ging auf alle Fragen ein und erläuterte, dass bereits zum 1.1.2017 Änderungen des Gesetzes in Kraft treten werden. Darin werden die Pflegesätze und der Punktebereich, der den Grad der Pflegebedürftigkeit angibt, angepasst. Zudem wies sie auf die Internetseite: http://www.wege-zur-pflege.de hin, auf der alle Informationen sowie Antragsformulare hinterlegt sind. Viele Unternehmen haben darüber hinaus betriebliche Vereinbarungen geschaffen, die Verfahrensweisen regeln, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Angehörige pflegen. Zum Schluss empfahl sie den Anwesenden, eine sogenannte Notfallmappe anzulegen, in der alle wichtigen Daten über die jeweilige Person erfasst werden. Die Mappe kann über die Gleichstellungstelle bezogen werden. Weitere Informationen können unter: http://www.aschaffenburg.de/de/Buerger_in_Aschaffenburg/Gesundheit__Soziales/Gleichstellungsstelle/Familienfreundliche_Stadtverwaltung/normal/beaa/index.html abgerufen werden.

Neue Regeln für die Pflegezeit

Auf der Veranstaltung ging es insbesondere um die Themen Kündigungsschutz, Freistellung zur Pflege und Erholungsur-laubsanspruch. DGB Untefranken

Neue Regeln für die Pflegezeit

Am 1. Januar 2015 ist das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft getreten. Der DGB Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg hat über die neuen Regelungen informiert. DGB Unterfranken


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