Deutscher Gewerkschaftsbund

05.07.2017
DGB Kreisverband Haßberge

DGB Haßberge: Sandy Koppitz übernimmt von Anna Schlechter

Kreisdelegiertenkonferenz Haßberge

Sandy Koppitz und Anna Schlechter

Sandy Koppitz und Anna Schlechter Foto: Frank Firsching

Sand am Main. Der DGB Kreisverband Haßbergen, der etwa 9.100 Gewerkschaftsmitglieder im Landkreis vertritt, hat einen neuen Kreisvorsitzenden. Der Metaller Sandy Koppitz wurde mit gut 95% der Delegiertenstimmen zum neuen DGB Kreisvorsitzenden der Haßberge gewählt. Er folgt auf Anna Schlechter, die aufgrund eines Umzugs in den Landkreis Bad Kissingen nicht mehr kandidieren konnte.

Vor der Wahlhandlung gab die scheidende Kreisvorsitzende ihren schriftlich vorliegenden Geschäftsbericht über die Arbeit des DGB Kreisvorstandes der letzten vier Jahre. Dabei stellte die Metallerin die Organisation der DGB Mainkundgebungen in den Mittelpunkt ihrer Ausführung. Den internationalen Tag der Arbeiterbewegung, den 1. Mai feiert der DGB Haßberge nun seit einigen Jahren erfolgreich in Sand am Main, zuletzt im Saal des Gasthofs Goger. Die Veranstaltungs- und Themenpalette ging jedoch deutlich darüber hinaus. Über die Rente, Europa, Freihandelsabkommen, Armut, Rechtsextremismus wurden Veranstaltungen bis hin zur Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen organisiert, so Anna Schlechter, deren Geschäftsbericht bei den 22 anwesenden Delegierten wohlwollende Zustimmung fand.

DGB Geschäftsführer Frank Firsching sprach anschließend zu den politischen Anforderungen des DGB zur Bundestagswahl. Inhaltlich konzentrierte sich Firsching dabei auf die Themen soziale Sicherheit, Gute Arbeit und handlungsfähiger Staat. Firsching forderte von den Parteien insbesondere die Menschen durch unsoziale Rentenkürzungsprogramme nicht in die Altersarmut zu schicken. Als erfolgreiches Beispiel nannte Firsching die Bürgerversicherung in Österreich, die eine um 500 Euro höhere Durchschnittrente als in Deutschland zum Ergebnis habe, weil dort alle in eine Kasse einzahlten, auch Selbstständige, Politiker und Beamte. Dass dort das Renteneintrittsalter bei 65 Jahren liege, zeige die Notwendigkeit die gescheiterte Privatisierung des Rentensystems rückgängig zu machen – heftiger Applaus!

 

Foto: Frank Frisching

Vier Anträge hatte die Konferenz zu behandeln. Die drei vom DGB Kreisvorstand gestellten Anträge: „Verbot der Neonazistischen Kleinstpartei der III.Weg“, die „Wiederinbetriebnahme des Steigerwald- Express“ einer stillgelegten Zugverbindung zwischen Kitzingen und Schweinfurt, sowie der Antrag „Gegen Privatisierung von Schulen und Straßen“ haben die Delegierten jeweils einstimmig angenommen. Der kurzfristig vom IG Metall- Delegierten Paul Hümmer eingereichte Antrag „Faire Chance für den Steigerwald“ sorgte dagegen für kontroverse Diskussionen. Inhalt des Antrags ist die Aufforderung an die Bayerische Staatsregierung „den Steigerwald in den aktuellen Prozess zur Auswahl eines 3. Nationalparks in Bayern einzubeziehen“. Die Debatte der Konferenz  um das Für und Wider eines „Nationalparks Steigerwald“ spiegelte dabei die gesellschaftliche Diskussion. Mit 14 Ja- Stimmen gegen 4 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen wurde der Antrag letztlich mehrheitlich angenommen. Alle Anträge werden nun über den DGB Kreisvorstand in die DGB Bezirkskonferenz Bayern eingebracht, die im Januar 2018 in Regensburg stattfinden soll.

Der neue Kreisvorstand besteht aus folgenden, den von den DGB- Mitgliedsgewerkschaften, benannten Vorstandsmitgliedern: Helmut Buld (IG Metall), Elisabeth Lunz (ver.di), Leo Lunz (IG BAU), Jochen Sidon (NGG), Jürgen Schorr (GdP), Thomas Dietzel (GEW), Daniel Nüßlein (DGB- Jugend), sowie dem gewählten Vorsitzenden Sandy Koppitz.

 

neuer Kreisvorstand Haßberge

neuer Kreisvorstand Haßberge Foto: Frank Firsching


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