Deutscher Gewerkschaftsbund

21.04.2017
Ostermarsch Aschaffenburg

Nein zu Krieg und Terror - Ja zu Abrüstung weltweit

Nachdem im letzten Jahr die Tradition der Ostermärsche in Aschaffenburg wieder aufgenommen wurde, begrüßte Reinhard Frankl von der regionalen Attac-Gruppe rund 80 Personen auf dem Stiftsplatz. Bis zum Platz der Schlusskundgebung vor der City-Galerie im Schöntal schlossen sich noch einige weitere Friedensbewegte dem Ostermarsch an.

Nachdem im letzten Jahr die Tradition der Ostermärsche in Aschaffenburg wieder aufgenommen wurde, begrüßte Reinhard Frankl von der regionalen Attac-Gruppe rund 80 Personen auf dem Stiftsplatz. Bis zum Platz der Schlusskundgebung vor der City-Galerie im Schöntal schlossen sich noch einige weitere Friedensbewegte dem Ostermarsch an. Foto: Aschaffenburger Friedenstrommler

Mit eindrücklichen Positionierungen gegen die weitere Lagerung atomarer Waffen in der Eifel, gegen den US-Stützpunkt Ramstein, der als Relais-Station für den Einsatz von Kampfdrohnen im Nahen und Mittleren Osten dient und mit Appellen zur Abkehr vom gegenwärtigen Zwei-Prozent-Aufrüstungskurs der Bundesregierung kritisierten die Rednerinnen und Redner die militärisch unterstützte „neoliberale Globalisierung“.

Nachdem im letzten Jahr die Tradition der Ostermärsche in Aschaffenburg wieder aufgenommen wurde, begrüßte Reinhard Frankl von der regionalen Attac-Gruppe rund 80 Personen auf dem Stiftsplatz. Er freute sich, dass sie trotz entmutigender Medienberichte über resignative Tendenzen der Friedensbewegung im Vorfeld dem Aufruf von Attac, Betriebsseelsorge und Friedenstrommlern gefolgt waren. Auch das breite Bündnis „Aschaffenburg ist bunt“ aus kirchlichen, politischen und gewerkschaftlichen Gruppen hatte den Aufruf unterstützt.

Dorothea Litzba von den Friedenstrommlern führte in ihrem Redebeitrag Wirkungen und Folgen der Atomtechnologie aus – das Urthema der Ostermärsche schlechthin. Gerade dieses gebe wieder „Anlass zu äußerster Sorge, wenn NATO-Truppen in Richtung Osten vorrücken“.

Mit dem Lied „Unser Marsch ist eine gute Sache“ schickte Reinhard Frankl das Publikum auf den Demozug durch die Innenstadt. Bis zum Platz der Schlusskundgebung vor der City-Galerie im Schöntal schlossen sich noch einige weitere Friedensbewegte dem Ostermarsch an. Dort sprach Betriebsseelsorger Ludwig Stauner über die Verwerfungen in kleinen und großen Bezügen und forderte zu verstärktem Miteinander auf.

Reinhard Frankl kritisierte die mediale Verunglimpfung von differenzierten Analysen zur Sichtweise auf den Krieg in Syrien. Er zitierte den ehemaligen Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa, Wesley Clark, der den Plan der USA „7 Regierungen in 5 Jahren zu vernichten“ als politischen Coup darstellte, ohne als „Verschwörungstheoretiker“ beschimpft zu werden. Für Frankl war der jüngste US-Angriff auf Syrien völkerrechtswidrig. Er stellte abschließend klar: Wenn es den Herrscher-Clan hinwegfegen wolle, brauche das syrische Volk „keine Bomben, weder russische noch amerikanische, auch keine deutschen Tornados … oder EU-Sanktionen. … Es braucht zunächst einen wirklichen Waffenstillstand. Und schließlich Frieden. So wie wir alle.“

Grußworte an die Ostermarschierer überbrachten Niklas Wagener für die Grüne Jugend, er wies auf die unterdrückerische Freihandelspolitik hin, sowie ein Vertreter des Kurdischen Gemeindezentrums, der die Bombardierungen kurdischer Städte sowie generell die demokratiefeindliche Tendenzen der Erdogan-Regierung anklagte.

Quelle: Aschaffenburger Friedenstrommler


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