Deutscher Gewerkschaftsbund

07.05.2018

Maikundgebung des DGB Kreisverbands Rhön-Grabfeld

Bad Neustadt. Im Alten Amtshaus in Bad Neustadt fand die diesjähige Maikundgebung des DGB Kreisverbands Rhön-Grabfeld statt. Eingangs begrüßte Johann Treubert, der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes, Rita Rösch, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bad Neustadt, die auch ein Grundwort sprach und besonders betonte, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich einmischen sollen über alle Fragen des Arbeitslebens und auch für ein gesellschaftliches Miteinander zu streiten.

Besonders begrüßte der Kreisvorsitzende die Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Bad Neustadt, Frau Rees. Weitere Gäste waren: René van Eckert, Kreisvorsitzender der SPD und Landtags Kandidat, sowie Bach Florian, Landtagskandidat der Linken. Besonders begrüßt wurde auch Helmut Haferkorn, ehemals Kreisvorsitzender des DGB Kreises Schweinfurt.

 

Foto: DGB Kreisverband Unterfranken

Johann Treubert ging zu Beginn der Kundgebung auf die Regierungsbildung ein und hob heraus welche Gewerkschaftliche Positionen ins Regierungsprogramm für die nächsten 4 Jahre  aufgenommen wurden. Weiter betonte er wie wichtig für die Gewerkschaften ein starkes solidarisches, soziales Europa ist,  in der Gleichheit für und Demokratie für alle Bürger, auch für Flüchtlinge und Migranten, oberstes Ziel unseres Handelns als Gewerkschafter ist.

Johann Treubert  verurteilte den Brexit und sagte weiter, ein Europa wie wir es wollen ist ein Europa, in dem gleicher Lohn für gleiche Arbeit, egal an welchen Ort in Europa eine Normalität sein muss! Besonders geißelte der Kreisvorsitzende die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa, die mit 21% im Durchschnitt eine Schande für Europa sei.

Foto: DGB Kreisverband Rhön-Grabfeld

Weitere Themen des Kreisvorsitzenden waren der Rechtspopulismus in Deutschland und Europa, der keine Akzeptanz durch Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter finden darf. Ein letztes Thema war der Mindestlohn. Auch im Landkreis gibt es erhebliche Verstöße gegen das Mindestlohn gebot. Allerdings können die Hinweise in der Regel wegen der Angst um den Arbeitsplatz nicht weiter verfolgt werden. Hier muss von den Behörden noch schärfer kontrolliert werden.

Festredner Jens Öser von der IG Metall Schweinfurt blickte zum 1.Mai auf die letzten 10 Jahre gewerkschaftlicher Arbeit in Rhön- Grabfeld zurück. Er erinnerte an die Kampagne : Die Rhön steht auf! Die Auseinandersetzung bei Siemens um den Erhalt der Arbeitsplätze und den Erfolg Bad Neustadt als Zukunftsprojekt zu positionieren. Dies sind herausragende gewerkschaftliche Leistungen.

Er würdigte besonders das Ergebnis der Betriebsratswahlen in Rhön Grabfeld. Zum einen in Bischofsheim, wo in der Firma Schmitt erstmals ein BR gewählt werden konnte. Großen Beifall gab es, dass es bei der Firma Jopp nun erstmals einen BR gibt, der mehrheitlich von IG Metallern geprägt ist. Dies lässt hoffen, dass es gelingen muesste endlich den Tarifvertrag bei Jopp durchzusetzen.

Weitere Themen waren die ungleiche Vermögensverteilung/Steuergerechtigkeit/Renten und Krankenversicherung/ Arbeitslosenversicherung und Hartz 4. Hier forderte Jens Oeser Änderungen, die die Würde des Menschen berücksichtigen.

Besonders hervorzuheben sind die Veränderungen nach der BR Wahl. Nach mehr als 30 Jahren im Amt als Vorsitzender des BR bedankte sich Jens Oeser bei Egon Friedl (Fa.Preh) und Anton Bach (Fa. Reich) für ihr Wirken als IG Metaller, vor allem aber für ihren Einsatz als BRs. Ihre Arbeit als Vorsitzende wird über Jahre prägend bleiben.

 

Jens Öser (IG Metall Schweinfurt) Foto: DGB Kreisverband Unterfranken


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