Deutscher Gewerkschaftsbund

27.04.2017
ver.di Handel

Auftakt in Würzburg zur Tarifrunde im bayerischen Einzel- und Versandhandel

Beschäftigte kämpfen gegen Altersarmut

Peter König

Würzburg, 26. April 2017. Im Kampf gegen die drohende Altersarmut der Beschäftigten im Handel starten die regionalen ver.di-Tarifkommissionen aus Würzburg und Schweinfurt für die Lohn- und Gehaltsrunde 2017 die diesjährige Tarifrunde. Ver.di fordert für die Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel 1 Euro pro Stunde mehr. Die Ausbildungsvergütung soll um 100 Euro steigen. Gleichzeitig startet die Kampagne zur Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge im bayerischen Einzelhandel, damit die Tarife wieder für alle Beschäftigten des Handels Gültigkeit besitzen. Damit werden Dumpingkonkurrenz und der Vernichtungswettbewerb der Arbeitgeber erkämpft.

 

„Die Beschäftigten im Einzelhandel machen tagtäglich einen hervorragenden Job für die Konzerne. Neben fehlender Anerkennung und Wertschätzung durch die Arbeitgeber sind unsere Kolleginnen und Kollegen in ihrer Einkommenssituation und schlechter Zukunftsaussichten massiv unter Druck“, sagt Peter König, zuständiger ver.di-Sekretär aus Würzburg. „Nicht nur, dass die Arbeitgeber immer mehr auf Teilzeitbeschäftigung setzen und somit das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten verlagern, sind die Aussichten unserer Kolleginnen und Kollegen, eine auskömmliche Rente zu erwarten, gleich gegen null. Altersarmut ist hier vorprogrammiert. Dagegen werden wir uns wehren und für eine kräftige Erhöhung der Löhne und Gehälter kämpfen“, erklärt König weiter.

 

Peter König

„Wir fordern in dieser Tarifrunde, nicht nur eine angemessene Steigerung der Löhne, sondern verlangen von den Arbeitgebern, dass sie zusammen mit ver.di die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im gesamten bayerischen Einzelhandel durchsetzen. Der Vernichtungswettbewerb im Einzelhandel wird auf Kosten der Beschäftigten ausgetragen. Ein Mittel der Konzerne ist, dass sie sich aus der Tarifbindung stehlen und dadurch Gewinne durch Dumpinglöhne generieren“, so ver.di-Sekretär König in Würzburg weiter.

Die erste Verhandlungsrunde findet am 2. Mai 2017 in München statt. Auf der regionalen Tarifkonferenz der ver.di-Bezirke Würzburg und Schweinfurt wurden schon erste Streiks geplant, falls die Arbeitgeber unsere Forderung ablehnen.

 

 


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