Deutscher Gewerkschaftsbund

27.02.2017
DGB Forum Unterfranken

Wulff diskutiert über Islam und Demokratie beim DGB

Vor gut 200 Gästen diskutierte Alt- Bundespräsident die Frage "Gehört der Isalm zu Deutschland?" mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), der Jugendbildungsreferentin Zehranur Aksu und dem unterfränkischen DGB Geschäftsführer Frank Firsching mit Moderatorin Dr. Ursula Weidenfeld.

Vor gut 200 Gästen diskutierte Alt- Bundespräsident die Frage "Gehört der Isalm zu Deutschland?" mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), der Jugendbildungsreferentin Zehranur Aksu und dem unterfränkischen DGB Geschäftsführer Frank Firsching mit Moderatorin Dr. Ursula Weidenfeld. DGB Unterfranken - Foto: Patty Varasano

Würzburg. Als Antwort auf das Buch von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ sprach Christian Wulff in Amt und Würden als Bundespräsident am Tag der Deutschen Einheit 2010 den viel zitierten Satz: „Inzwischen gehört der Islam auch zu Deutschland“. Und ja, dahinter stehe er heute noch, bekräftigte Wulff beim DGB Forum Unterfranken in Würzburg vor gut 200 geladenen Gästen. Auf Einladung des DGB Unterfranken diskutierte der Alt- Bundespräsident diese Frage mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), der Jugendbildungsreferentin Zehranur Aksu und dem unterfränkischen DGB Geschäftsführer Frank Firsching mit Moderatorin Dr. Ursula Weidenfeld.

Mit Verweis auf die Tatsache, dass in Deutschland 4,5 Mio. Millionen Muslime leben, von denen die Hälfte einen deutschen Pass besitzt, ist für Wulff die Frage grundsätzlich beantwortet. Was Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau mit den Grundwerten aus dem Grundgesetz unterstrich. Sie listete die Religionsfreiheit und das Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit auf, die dort Ende wo andere an Leib und Leben gefährdet werden. Aus diesen Grundwerten ergebe sich folgerichtig eine Gesellschaft, die das Individuum schätzt wie es ist, und deshalb per se zu Deutschland gehöre, sofern es die Werte dieser Gesellschaft teilt, ergänze Frank Firsching. Zehranur Aksu plädierte nachdrücklich dafür Menschen nicht nach Herkunft oder Religion zu beurteilen. Um dem Einzelnen gerecht zu werden, müsse man auch den Einzelnen betrachten und ihn nicht einer Gruppe zuordnen, um diese dann zu bewerten.

Mit ihrem Hinweis, dass es mit der AfD nun eine Partei gibt, die in ihrem Grundsatzprogramm entgegen den Buchstaben des Grundgesetztes explizit stehen hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, setzte Petra Pau die Diskussion über Rassismus und Fremdenfeindlich in Gang.

Mit ihrem Hinweis, dass es mit der AfD nun eine Partei gibt, die in ihrem Grundsatzprogramm entgegen den Buchstaben des Grundgesetztes explizit stehen hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, setzte Petra Pau die Diskussion über Rassismus und Fremdenfeindlich in Gang. DGB Unterfranken - Foto: Patty Varasano

Mit ihrem Hinweis, dass es mit der AfD nun eine Partei gibt, die in ihrem Grundsatzprogramm entgegen den Buchstaben des Grundgesetztes explizit stehen hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, setzte Petra Pau die Diskussion über Rassismus und Fremdenfeindlich in Gang. Schnell wurde man sich einig, dass es Demokraten braucht um die Demokratie zu verteildigen und dass die grundgesetzlich geschützten Werte in einer Gesellschaft auch gelebt werden müssen. Unterschiedliche Meinung herrschten zur Frage in wie weit der Sozialabbau der letzten beiden Jahrzehnte die Fremdenfeindlichkeit hierzulande befördert hat. Insbesondere Frank Firsching und Petra Pau beharrten auf den Zusammenhang zwischen dem Wachsen sozialer und finanzieller Unterschiede und dem Entstehen fremdenfeindlicher Stimmungen. Christian Wulff hingegen verwies auf die gute wirtschaftliche Lage im Land und die niedrige Arbeitslosenquote, die dieser These widersprächen. Er halte es für falsch die Sozialpolitik für das Erstarken des Rechtspopulismus verantwortlich zu machen und stelle die Frage wie es denn dann aussähe, würde die Arbeitslosigkeit steigen: „Kämen dann wieder die Nazis?“.

Blieb die Frage was tun. „Jede und jeder muss ich an seinem Platz für unsere Grundwerte einer offenen Gesellschaft einsetzen, um sie zu erhalten“, plädierte Frank Firsching. Die Verbände, Organisationen, Parteien und Kirchen intern wie extern. Alle Demokraten dazu in ihrem persönlichen Umfeld. In der Familie, am Arbeitsplatz, im Sportverein, am Stammtisch.

„Inzwischen gehört der Islam auch zu Deutschland“. Und ja, dahinter stehe er heute noch, bekräftigte Christian Wulff beim DGB Forum Unterfranken in Würzburg vor gut 200 geladenen Gästen. Auf Einladung des DGB Unterfranken diskutierte der Alt- Bundespräsident diese Frage mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (DIE LINKE), der Jugendbildungsreferentin Zehranur Aksu und dem unterfränkischen DGB Geschäftsführer Frank Firsching mit Moderatorin Dr. Ursula Weidenfeld.

„Inzwischen gehört der Islam auch zu Deutschland“. Und ja, dahinter stehe er heute noch, bekräftigte Christian Wulff beim DGB Forum Unterfranken in Würzburg vor gut 200 geladenen Gästen. Auf Einladung des DGB Unterfranken diskutierte der Alt- Bundespräsident diese Frage mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (DIE LINKE), der Jugendbildungsreferentin Zehranur Aksu und dem unterfränkischen DGB Geschäftsführer Frank Firsching mit Moderatorin Dr. Ursula Weidenfeld. DGB Unterfranken - Foto: Patty Varasano

Zehranur Aksu (rechts) plädierte nachdrücklich dafür Menschen nicht nach Herkunft oder Religion zu beurteilen. Um dem Einzelnen gerecht zu werden, müsse man auch den Einzelnen betrachten und ihn nicht einer Gruppe zuordnen, um diese dann zu bewerten.

Zehranur Aksu (rechts) plädierte nachdrücklich dafür Menschen nicht nach Herkunft oder Religion zu beurteilen. Um dem Einzelnen gerecht zu werden, müsse man auch den Einzelnen betrachten und ihn nicht einer Gruppe zuordnen, um diese dann zu bewerten. DGB Unterfranken - Foto: Patty Varasano

„Inzwischen gehört der Islam auch zu Deutschland“. Mit Verweis auf die Tatsache, dass in Deutschland 4,5 Mio. Millionen Muslime leben, von denen die Hälfte einen deutschen Pass besitzt, ist für Wulff die Frage grundsätzlich beantwortet.

„Inzwischen gehört der Islam auch zu Deutschland“. Mit Verweis auf die Tatsache, dass in Deutschland 4,5 Mio. Millionen Muslime leben, von denen die Hälfte einen deutschen Pass besitzt, ist für Wulff die Frage grundsätzlich beantwortet. DGB Unterfranken - Foto Patty Varasano

Insbesondere Frank Firsching und Petra Pau beharrten auf den Zusammenhang zwischen dem Wachsen sozialer und finanzieller Unterschiede und dem Entstehen fremdenfeindlicher Stimmungen.

Insbesondere Frank Firsching und Petra Pau beharrten auf den Zusammenhang zwischen dem Wachsen sozialer und finanzieller Unterschiede und dem Entstehen fremdenfeindlicher Stimmungen. DGB Unterfranken - Foto: Patty Varasano

Mit ihrem Hinweis, dass es mit der AfD nun eine Partei gibt, die in ihrem Grundsatzprogramm entgegen den Buchstaben des Grundgesetztes explizit stehen hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, setzte Petra Pau die Diskussion über Rassismus und Fremdenfeindlich in Gang.

Mit ihrem Hinweis, dass es mit der AfD nun eine Partei gibt, die in ihrem Grundsatzprogramm entgegen den Buchstaben des Grundgesetztes explizit stehen hat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, setzte Petra Pau die Diskussion über Rassismus und Fremdenfeindlich in Gang. DGB Unterfranken - Foto: Patty Varasano


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