Deutscher Gewerkschaftsbund

27.10.2016

Hohe Auszeichnung für Manfred Töpperwien

von links: MdB Klaus Ernst, Isolde Töpperwien, Frank Firsching, Manfred Töpperwien, Gehard Klamet, Sinan Öztürk

von links: MdB Klaus Ernst, Isolde Töpperwien, Frank Firsching, Manfred Töpperwien, Gehard Klamet, Sinan Öztürk DGB Ufr.

Bad Kissingen. Die DGB Region Unterfranken hat ihre höchste Auszeichnung, die Fritz-Soldmann-Urkunde für das Jahr 2016 an der Bad Kissinger Manfred Töpperwien verliehen. Auf Vorschlag der DGB Kreisverbandes Bad Kissingen entschied vor Jahresfrist die Klausurtagung des unterfränkischen DGB den Postler, Verdianer und DGBler Töpperwien für seine gewerkschaftliche Lebensleistung zu ehren. In einer Feierstunde im Hotel Dösch übergab DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching die Urkunde in feierlicher Atmosphäre an den gerührten Manfred Töpperwien.

In seiner Laudatio an Töpperwien streifte ver.di Geschäftsführer Sinan Öztürk die berufliche und gewerkschaftliche Laufbahn des 70jährigen Preisträgers. Töpperwien, geboren in Osterode im Harz zog 1957 mit seinen Eltern nach Schweinfurt. Seine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker absolvierte er jedoch mit dem Ausbildungsstart am 14. August 1961 in Nürnberg, wo er, so Öztürk, mit Sicherheit freundlich gebeten worden sei, doch in die Postgewerkschaft einzutreten, was er natürlich auch tat. Beruflich, gewerkschaftlich, wie persönlich ging es dann ungebremst weiter. Beruflich in Bad Kissingen gelandet, wurde Töpperwien 1974 zum Kassier der Amtsgruppe Fernmeldeamt Bad Kissingen der DPG gewählt, anschließend Amtsgruppenvorsitzender bis zum Ende der deutschen Bundespost 1995 Vorsitzender der Ortsverwaltung Bad Kissingen. Seine berufliche und gewerkschaftliche Bindung trug auch familiär Früchte. 1970 heiratete Manfred seine Kollegin Isolde, 1974 wurde Sohn Andreas geboren. In seinen Dankesworten schloss Manfred Töpperwien insbesondere seine Familie ein, die ihn stets unterstützte. Sinan Öztürk sagte in seiner Rede zu Isolde Töpperwien gewandt: „Hinter einem erfolgreichen Mann steht immer eine starke Frau.“, großer Applaus der 50 geladenen Gäste.

 

 

Die großen Aufgaben sollten aber noch folgen. Denn mit er Privatisierung 1995 begannen die großen Probleme der Interessensvertretung. Aus dem Personalrat Töpperwien im öffentlichen Dienst wurde der Betriebsrat Töpperwien beim Unternehmen Telekom. Um die Änderungen zu komplettieren ging dann die DPG zur Jahrtausendwende in die vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf. Die Fusion von fünf Gewerkschaften gelang im Bezirk Schweinfurt besonders gut, so Öztürk, weil Kolleginnen und Kollegen vom Schlage Töpperwiens in der Mehrzahl gewesen seien. So war es nicht verwunderlich, dass Töpperwien auch in der neuen, großen Gewerkschaft ver.di ausreichend mit Funktionen versorgt wurde. Fachbereichsvorsitzender, Mitglied im Bezirksvorstand, inzwischen Mitglied der Revisionskommission. Und weil das alles noch nicht reichte, engagierte sich der Geehrte im DGB. Seit jeher war Töpperwien der Verbindungsmann der DPG zum DGB Ortskartell Bad Kissingen. Diese Tradition führte Töpperwien auch als ver.di-Mann, zunächst im DGB Ortsverband Bad Kissingen, später im neuen DGB Kreisvorstand Bad Kissingen weiter. In den Jahren 2008/2009 fungierte Manfred Töpperwien sogar als kommissarischer DGB Ortsvorsitzender, damit die gewerkschaftliche Struktur erhalten werden konnte.

                     Manfred Töpperwien

Manfred Töpperwien DGB Ufr.

Große Verdienste erwarb sich Manfred Töpperwien im Kampf um Arbeitsplätze der Telekom in Bad Kissingen. Ob es um den T-Punkt Anfang der 2000er Jahre ging, oder um das Call-Center der Telekom in Bad Kissingen. Für die Arbeitsplätze am Standort setzte er sich vehement ein. Mahnwachen, Warnstreiks, Politikergespräche, Veranstaltungen, Protestaktionen organisierte er mit seinen Kolleginnen und Kollegen so lange, bis ein Ergebnis stand. Töpperwien freute sich ganz besonders über den Überraschungsgast aus Berlin. MdB Klaus Ernst war gekommen, der das ver.di-Team in dieser Auseinandersetzung noch als 1.Bevollmächtigter der Schweinfurter IG Metall unterstütze und bei Töpperwiens-Aktionen zugegen war und dort auch zu den Betroffenen sprach.

„Dieser Lebenslauf ist es wert gewürdigt zu werden“, sagte DGB Regionschef Firsching bei seinen Einlassungen zur Fritz-Soldmann-Urkunde, die seit dem Jahr 2005 an nun insgesamt 15 Persönlichkeiten aus den Gewerkschaften vergeben wurden „auf die wir zurecht stolz sein können“, so Firsching. Und einige der bisher Geehrten waren auch gekommen um Manfred Töpperwien ihren Respekt zu erweisen. DGB Kreisverbandsvorsitzender Gerhard Klamet durfte Günter Selig, Ludwig Neumaier, Gottfried Hergenröther, Willy Schütz, Rosl Pflaum und Klaus Emser herzlich begrüßen.

 

ehemalig geehrte Kollegen von links: Günter Selig, Ludwig Neumaier, Gottfried Hergenröther, Willy Schütz, Rosl Pflaum, Manfred Töpperwien, Klaus Emser und Frank Firsching DGB Regionsgeschäftsführer

ehemalig geehrte Kollegen von links: Günter Selig, Ludwig Neumaier, Gottfried Hergenröther, Willy Schütz, Rosl Pflaum, Manfred Töpperwien, Klaus Emser und Frank Firsching DGB Regionsgeschäftsführer DGB Ufr.


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