Deutscher Gewerkschaftsbund

25.10.2018

Jubilarehrung der EVG – 7375 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft

Würzburg. Am 18. Oktober wurden im Felix-Fechenbach-Haus im Würzburger Stadtteil Grombühl 145 Kolleginnen und Kollegen der EVG für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft geehrt. Die Jubilare sind dabei seit 25, 40, 50, 60, 65 oder gar 70 Jahren Mitglied der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft bzw. einer ihrer Vorgängerorganisationen. Insgesamt kommen die Jubilarinnen und Jubilare auf unglaubliche 7375 Jahre Mitgliedschaft. Grund genug also, sie dafür zu ehren.

Die Ehrung begann mit einem deftigen Essen. Braten wurde gereicht. Umrahmend wurde Live-Musik gespielt, ehe die Grußworte und Reden begannen. Zu Beginn sprach der Ortsverbandsvorsitzende Thomas Scheb und begrüßte alle anwesenden Gäste, darunter die Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake und unseren Regionssekretär Viktor Grauberger, sowie alle Jubilarinnen und Jubilare.

Es folgte die Kollegin Schäfer-Blake (langjähriges Mitglied der GEW). Sie sprach unter anderem von der Geschichte der Stadt Würzburg, die sich ohne die Eisenbahn wohl nie zu dem entwickelt hätte was sie nun ist: ein Drehkreuz in Unterfranken. Auch ging sie auf die Geschichte des Stadtteils Grombühl ein, der lange Zeit das Viertel der Eisenbahner war, unter denen sie aufwuchs. Zugleich betonte sie die Leistung der Gewerkschaften nach dem Krieg, die das Land mitgestalteten zu einem erfolgreichen Sozialstaat.


 

Viktor Grauberger (DGB) Foto: DGB Unterfranken

Kollege Grauberger war im Anschluss dran. Er richtete Grüße des DGB aus und dankte den Jubilar*innen für ihr jahrzehntelanges Engagement. In seinem Grußwort ordnete er jeweils kurz die Jahresdaten ein, an denen die Jubilar*innen in die Gewerkschaft eingetreten waren. Von der Nachkriegszeit, über das Wirtschaftswunder, die 68er-Bewegung, die Zeit nach der Ölkrise und schließlich Wende und Wiedervereinigung, aber auch mit der Privatisierung der Bahn haben die Mitglieder der Gewerkschaft stets gewissenhaft ihren Dienst am Land und der Gesellschaft geleistet – ganz egal wie turbulent die Zeiten auch waren.

 

von links: Thomas Scheb (EVG), Viktor Grauberger (DGB), Marion Schäfer-Blake (GEW, Bürgermeisterin), Wilhelm Becker (EVG) Foto: DGB Unterfranken

Hauptredner war Wilhelm Becker, Bereichsleiter im Bundesvorstand der EVG. Auch er dankte den zu Ehrenden für ihr langjähriges Engagement. Auch er ließ die Geschichte Revue passieren und bereicherte diese mit interessanten Anekdoten und vielen Fakten, v.a. zur jeweiligen Situation der Eisenbahn in Deutschland. Doch er sprach auch die gegenwärtigen Missstände in dem Konzern gnadenlos an. Etwa die viel zu häufigen Verspätungen oder den Wartungsstau vieler Züge. Zum Teil herrschen hanebüchene Zustände in dem ehemaligen Staatsunternehmen, wobei die Beschäftigten zumeist keine Schuld trifft. Häufig fehle einfach das Personal, um zufriedenstellend arbeiten zu können. So stimmte die Rede auch nachdenklich. Von der Politik wünscht er endlich verlässliche Pläne, wie sich das Unternehmen zukünftig aufstellen soll, damit der Schienenverkehr nach Jahrzehnten der Vernachlässigung endlich die Rolle einnehmen kann, die schon so lange für ihn angedacht ist. 

7375 Jahre Gewerkschaftspower: Die Jubilare der EVG Foto: DGB Unterfranken


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