Deutscher Gewerkschaftsbund

12.01.2018
IG Metall Schweinfurt

Wenn die IG Metall in Schweinfurt zu Streiks aufruft…

DGB Region Ufr.

kommen die Kolleginnen und Kollegen zu Tausenden vor die Werkstore, um für ihre Forderungen einzustehen. So geschehen auch am vergangenen Dienstag, als die IG Metall Schweinfurt zur Hauptkundgebung in der laufenden Tarifrunde aufgerufen hat. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung um sechs Prozent und die individuelle Möglichkeit, die Arbeitszeit in besonderen Lebenslagen bis zu zwei Jahre lang auf 28 Stunden in der Woche zu verkürzen. Rund 4200 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf und machten deutlich, dass Sie für Ihre Forderungen einstehen. Bei der Hauptkundgebung an der Hahnenhügelbrücke sprach unter anderem der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler. Er bekräftigte die Forderungen der Beschäftigten, ihre Arbeitszeit befristet verkürzen zu können – und dabei einen teilweisen Lohnausgleich zu erhalten. „Ab jetzt bestimmen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, was flexibel ist und was sie als Flexibilität akzeptieren wollen“, sagte Wechsler. Er überlasse das Thema Flexibilität nicht mehr den Arbeitgebern. „Auch lassen wir uns nicht mit einer mickrigen Lohnerhöhung abspeisen, die nicht mal die Inflation ausgleicht. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass sich die Arbeitgeber auf Kosten der Beschäftigten bereichern und heute immer noch bestimmen, was flexible Arbeitszeit ist“. „Jetzt sind wir dran!“, rief Wechsler unter Beifall.

Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung für drei Monate und danach zwei Prozent mehr Lohn für ein Jahr angeboten. Zudem wollen sie die Arbeitszeit mit Zustimmung der einzelnen Arbeitnehmer_innen auf bis zu 42 Stunden ausweiten können.

Wechsler kündigte diesbezüglich Härte an: „Wir haben ein Paket gefordert und das wollen wir auch! Ohne eine Regelung zur Arbeitszeitverkürzung wird es in dieser Tarifrunde keinen Abschluss geben“, kündigte Wechsler an. Die Arbeitgeber sollten ihren Wiederstand aufgeben und zum nächsten Verhandlungstermin am 15. Januar in ernsthafte Verhandlungen eintreten.

Die nächsten Warnstreiks sind für Dienstag, den 16. Januar angekündigt. Falls sich am Montag in Nürnberg die Arbeitgeber nicht verhandlungsbereit zeigen sollten, könnte es auch bald die ersten 24-Stunden-Streiks in Schweinfurt geben.

 

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