Deutscher Gewerkschaftsbund

28.11.2016
DGB Unterfranken in Klausur

Rente, Rechtspopulisten und die Wahlen im Blick

Fritz Schösser (links) ging auf aktuelle Entwicklungen in der rentenpolitischen Debatte ein. „Ministerin Andrea Nahles verkündet einen Fortschritt in der Rentenpolitik, wo tatsächlich ein weiterer Rückschritt stattfindet“, sagte der ehemalige bayerische DGB Landesbezirksvorsitzende.

Fritz Schösser (links) ging auf aktuelle Entwicklungen in der rentenpolitischen Debatte ein. „Ministerin Andrea Nahles verkündet einen Fortschritt in der Rentenpolitik, wo tatsächlich ein weiterer Rückschritt stattfindet“, sagte der ehemalige bayerische DGB Landesbezirksvorsitzende. DGB Unterfranken

Elfershausen. Zur Klausur trafen sich die unterfränkischen DGB Kreisverbände am Wochenende in Elfershausen. Prominenter Gast bei den Beratungen: Der ehemalige Vorsitzende des DGB Landesbezirks Bayern, Fritz Schösser. In einem sozialpolitischen Impulsvortrag rückte er die Gesundheits- und Rentenpolitik in den Mittelpunkt und warb für ein tiefgreifendes sozialpolitisches Engagement der Gewerkschaften. Bei einer nachhaltigen Finanzierung der Sozialversicherungssysteme brauche es eine stärkere Einbeziehung der tatsächlichen Wertschöpfung, meinte der Gewerkschafter. 

Fritz Schösser ging auf aktuelle Entwicklungen in der rentenpolitischen Debatte ein. „Ministerin Andrea Nahles verkündet einen Fortschritt in der Rentenpolitik, wo tatsächlich ein weiterer Rückschritt stattfindet“, sagte der ehemalige bayerische DGB Landesbezirksvorsitzende. Er bezog sich dabei auf aktuelle Bekanntgaben der Arbeits- und Sozialministerin, wonach es ihr Ziel sei, das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung bei 46 Prozent zu stabilisieren. Zwei Punkte unter dem aktuellen Stand. Fritz Schösser sprach von der Funktionsweise der gesetzlichen Rentenversicherung in Österreich. Bei den Männern liege dort die durchschnittliche gesetzliche monatliche Altersversorgung bei 1.784 Euro, bei den Frauen sei der Wert bei 1.037 Euro. Zum Vergleich: Die durchschnittliche gesetzliche Rente in Deutschland beträgt 653 Euro bei den Frauen. Männer erhalten durchschnittlich 1.130 Euro pro Monat. Angesichts der tatsächlichen Wertschöpfung sei es möglich eine gesetzliche Rente zu organisieren, die in Perspektive klar das Niveau von 50 Prozent überschreitet, sagte Fritz Schösser.

Ihre vielfältigen Aktivitäten legten die Kreisverbandsvorsitzenden in einem Jahresrückblick dar. Von Aschaffenburg bis in die Haßberge hinein fanden die unterschiedlichsten Unternehmungen statt. Die Auseinandersetzung mit Rechtspopulisten, inhaltlichen Themen wie TTIP und CETA, die Wohnraumsituation, Fragen der Ausbildung, die regionale Strukturpolitik und das Thema Frieden und Abrüstung waren Stichworte.

Ihre vielfältigen Aktivitäten legten die Kreisverbandsvorsitzenden in einem Jahresrückblick dar. Von Aschaffenburg bis in die Haßberge hinein fanden die unterschiedlichsten Unternehmungen statt. Die Auseinandersetzung mit Rechtspopulisten, inhaltlichen Themen wie TTIP und CETA, die Wohnraumsituation, Fragen der Ausbildung, die regionale Strukturpolitik und das Thema Frieden und Abrüstung waren Stichworte. DGB Unterfranken

Die DGB Rentenkampagne, die Bundestagswahlen 2017 und die Jahresplanung der unterfränkischen DGB Kreisverbände standen im Mittelpunkt der weiteren Beratungen. DGB Sekretär Björn Wortmann informierte über den Verlauf der DGB Rentenkampagne. Mit Blick auf die Bundestagswahlen werden Kreisverbände die örtliche Lage in Sachen Rente unter die Lupe nehmen. Es sind Diskussionsrunden, Pressegespräche sowie Info- und Aktionsstände in Vorbereitung. DGB Sekretär Norbert Zirnsak beschäftigte sich mit dem marktradikalen und unsozialen AFD Programm. Die AFD sei gewerkschaftsfeindlich, stehe für Sozialabbau und Deregulierung, sie sei eine Partei der Ausgrenzung und der Umverteilung von Unten nach Oben. Die Partei nütze den Reichen und spalte die Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund planen die unterfränkischen DGB Kreisverbände verstärkte Anstrengungen in der Auseinandersetzung mit der AFD. Öffentliche Veranstaltungen, sowie umfassende Seminare für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind in Vorbereitung.

Ihre vielfältigen Aktivitäten legten die Kreisverbandsvorsitzenden in einem Jahresrückblick dar. Von Aschaffenburg bis in die Haßberge hinein fanden die unterschiedlichsten Unternehmungen statt. Die Auseinandersetzung mit Rechtspopulisten, inhaltlichen Themen wie TTIP und CETA, die Wohnraumsituation, Fragen der Ausbildung, die regionale Strukturpolitik und die Themen Frieden und Abrüstung waren Stichworte. Herausragendes Ereignis beim Engagement der unterfränkischen DGB Kreisverbände war das Burgfest der Gewerkschaften des DGB Kreisverbandes Bad Kissingen. Gerhard Klamet und Anna Schlechter konnten von einem tollen Zweitagesevent auf der Trimburg berichten. Von politischen Impulsen über einige kulturelle Highlights bis hin zum geselligen Beisammensein war dort alles geboten. DGB Regionsgeschäftsführer lobte das außerordentliche und beispielhafte Engagement der ehrenamtlichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, das in einer eigens erstellten Broschüre dokumentiert wurde und hier zum Download zur Verfügung steht.

DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching gab am Ende einen Ausblick auf das Jahr 2017. In den unterfränkischen DGB Kreisverbänden stehen die Organisationswahlen an. In Delegiertenkonferenzen werden dabei die DGB Kreisvorsitzenden neu gewählt. Im Herbst sind die Bundestagswahlen, zu denen in den Wahlkreisen Veranstaltungen mit den Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien vorbereitet werden. Zu Beginn des neuen Jahres plant die DGB Region Unterfranken einen rentenpolitischen Kongress in Schweinfurt. Außerdem wird die DGB Region im Rahmen ihrer unterfränkischen Forumsveranstaltungen einen Themenabend zur Frage „Gehört der Islam zu Deutschland“ in Würzburg durchführen. Frank Firsching kündigte dazu prominente Gäste an. Christian Wulf, Bundespräsident a. D. und Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, haben eine Podiumsteilnahme bestätigt.

Gruppenfoto: Zur Klausur trafen sich die unterfränkischen DGB Kreisverbände am Wochenende in Elfershausen.

Gruppenfoto: Zur Klausur trafen sich die unterfränkischen DGB Kreisverbände am Wochenende in Elfershausen. DGB Unterfranken

In der Klausur beschäftigten sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit dem marktradikalen und unsozialen AFD Programm. Die AFD sei gewerkschaftsfeindlich, stehe für Sozialabbau und Deregulierung, sie sei eine Partei der Ausgrenzung und der Umverteilung von Unten nach Oben.

In der Klausur beschäftigten sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit dem marktradikalen und unsozialen AFD Programm. Die AFD sei gewerkschaftsfeindlich, stehe für Sozialabbau und Deregulierung, sie sei eine Partei der Ausgrenzung und der Umverteilung von Unten nach Oben. DGB Unterfranken


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