Deutscher Gewerkschaftsbund

20.03.2017

IG BAU demonstriert Einigkeit

DGB Ufr.

Eibelstadt. Der IG BAU Bezirksverband Mainfranken demonstrierte zu seinem 10. ordentlichen Bezirksverbandstag Einigkeit und Geschlossenheit. So wurde der Bezirksverbandsvorsitzende Michael Groha ebenso einstimmig wiedergewählt, wie sein Stellvertreter Dieter Ehrenfels. Von jeweils 61 abgegebenen Delegiertenstimmen erhielten beide in getrennten Wahlgängen eben diese 61 JA- Stimmen. Ein echter Vertrauensbeweis.

Doch auch vor den Wahlen tat sich einiges. Bevor Michael Groha seinen, mit Filmchen und Fotos in Szene gesetzten, Geschäftsbericht hielt, sprach der DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching in seinem Grußwort den Delegierten seinen Dank für die geleistete Gewerkschaftsarbeit aus. Denn ohne das Engagement von Betriebsräten, Jugendvertretern und aller Kolleginnen und Kollegen die Gewerkschaftsarbeit mit Hingabe machen, sähe es im Land für die Beschäftigten düster aus. Firsching unterstrich dabei den Anspruch des DGB inhaltlich Einfluss auf die Bundestagswahl zu nehmen, wobei die Stärkung der gesetzlichen Rente im Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung stehe – großer Applaus.

Michael Groha

Michael Groha DGB Ufr.

Dass auch die IG BAU das Thema Rente ganz oben auf der Tagesordnung stehen hat, beweisen nicht nur die vielen Aktionen des mainfränkischen Bezirksverbandes, wie aus Grohas Geschäftsbericht zu entnehmen war. Nein, mit MdB Matthias Birkwald (DIE LINKE) hatte der Bezirksvorstand einen ausgewiesenen Rentenexperten als Redner eingeladen. Birkwald nahm in einer guten Stunde nicht nur die Rentenkürzungspolitik von SPD, Grünen und der CSU auseinander. Er erläuterte am Beispiel Österreichs anschaulich den 11-Punkte Plan seiner Partei zur Verbesserung der gesetzlichen Rente für alle. Der Linken gehe es darum die gesetzliche Rente wieder zur Absicherung des Lebensstandards für alle auszubauen, so wie es Österreich vormacht. Dazu müsste das Rentenniveau wieder mindestens auf 53% angehoben werden (aktuell 48%, im Jahr 2030 nur noch ca. 42%), eine arrmutsfeste Mindestrente von 1050 Euro sei ebenso nötig wie die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung. Einer Idee, die auch im Rentenkonzept des DGB eine zentrale Rolle spielt. Demnach sollen in die gesetzliche Rentenversicherung alle Erwerbstätigen, also auch Beamte, Selbstständige und Politiker einzahlen. So soll die Einnahmebasis verbreitert und die Solidarität erhöht werden. Die Linke, so Birkwald, möchte zudem die Beitragsbemessungsgrenze von aktuell 6.250 Euro (West) auf 100.000 Euro erhöhen: „Denn der Millionär braucht die gesetzliche Rente nicht. Doch die gesetzliche Rentenversicherung braucht den Millionär.“ Was Birkwald vor den Kollegen der IG BAU nicht verschweigen durfte, ist die strikte Forderung nach einer Rente spätestens mit 65 Jahren und Möglichkeiten z.B. für Bauarbeiter nach 40 Jahren Berufstätigkeit auch schon vorher abschlagsfrei in Rente gehen zu dürfen. Die Delegierten dankten dem Kölner Birkwald immer wieder mit Beifallskundgebungen.

 MdB Matthias Birkwald

MdB Matthias Birkwald DGB Ufr.

Michael Groha und MdB Matthias Birkwald (DIE LINKE)

Michael Groha und MdB Matthias Birkwald (DIE LINKE) DGB Ufr.

Unter dem Strich gehen die Vorschläge zur Verbesserung der gesetzlichen Rente von Linken und des DGB in die gleiche Richtung, wobei die Linke meist weitergehende Forderungen stellt. Kein Wunder aber, da es einen Unterschied macht ob eine Oppositionspartei spricht oder ein Dachverband DGB, der mit jeder gewählten Bundesregierung über Verbesserungen für Beschäftigte und Rentner verhandeln muss. Und da sind Maximalforderungen manchmal auch hinderlich um voran zu kommen.


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