Deutscher Gewerkschaftsbund

16.11.2017

Starker Tarifauftakt der IG Metall Bayern

DGB Region Unterfranken

Schweinfurt. Das nennt man dann „starken Rückenwind“ für die Verhandlungskommission der bayerischen IG Metall. Mehr als 3.000 Kolleginnen und Kollegen machten vor der ersten Verhandlungsrunde im Konferenzzentrum Schweinfurt deutlich, dass sie hinter den Forderungen ihrer Gewerkschaft stehen: Eine Lohnerhöhung um sechs Prozent und die individuelle Möglichkeit die Arbeitszeit in besonderen Lebenslagen bis zu zwei Jahren lang auf 28 Stunden in der Woche zu verkürzen.

In zwei Demo- Zügen wurde der Parkplatz vor dem Konferenzzentrum auf der Maininsel angesteuert. Kolleginnen und Kollegen der Schweinfurter Betriebe zogen über die Hahnenhügelbrücke durch den Hafen vom Süden her auf die Maininsel. Vom Norden kam die Unterstützung aus ganz Bayern über die frisch renovierte Maxbrücke zum Kundgebungsplatz. Ob aus dem Allgäu, aus Nürnberg, Würzburg oder Amberg, trafen sich die Anreisenden auf dem Schweinfurter Marktplatz. Unter Ihnen Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler.

 

Foto: DGB Region Ufr.

Foto: DGB Region Ufr.

Eine stimmgewaltige Menge, die Thomas Höhn zweiter Bevollmächtigter der Schweinfurter IG Metall, bei großer Medienpräsenz begrüßen durfte. Fahnenschwenkend, pfeifend und jubelnd wurden verschiedene Redebeiträge von Beschäftigten aus den hiesigen Industriebetrieben entgegengenommen, die die Tarifforderungen begründeten. Das tat dann auch Hauptredner Jürgen Wechsler, der die Arbeitgeber davor warnte Wind zu säen, da sie dann Sturm ernteten. Man sei bereit für die Forderungen zu streiten und auch zu streiken, wenn es nötig werde. Davor stünden aber die Verhandlungen, die genutzt werden müssten um ein Ergebnis zu erzielen, das den wirtschaftlichen Gegebenheiten Rechnung trage und den Erwartungen der Beschäftigten ebenso. Das sei bei der derzeitigen Konjunktur problemlos drin. Großer Applaus – tolle Stimmung. Wer meine eine sechsprozentige Lohnerhöhung sei überzogen, der solle sich die Mühe machen und die Beschäftigten fragen. Denn sie seien es, die den Wohlstand der Unternehmen durch ihre Arbeit begründen. Sie am wirtschaftlichen Erfolg durch eine gute Lohnerhöhung zu beteiligen sei erforderlich und sinnvoll. Eine Lanze brach der Verhandlungsführer für die Forderung nach individueller Arbeitszeitverkürzung. Hier gehe es für die Arbeitnehmer darum die Hoheit über die eigene Lebenszeit ein Stück weit zurück zu gewinnen. Es gehe um die Flexibilisierung im Sinne der Beschäftigten. „Da werde ich die Arbeitgeber fragen ob sie dafür oder dagegen sind, dass Kolleginnen und Kollegen kleine Kinder betreuen können oder Pflegebedürftige versorgen können. Klare Kante auch zur Forderung der Auszubildenden am Tag vor der Abschlussprüfung einen freien Tag zu bekommen, um sich optimal auf die wichtige Prüfung einstellen zu können.

Unter dem Strich darf sich die IG Metall Bayern für einen gelungenen Tarifauftakt feiern und sich bei der IG Metall Schweinfurt für eine perfekte Organisation bedanken. Wenn die Tarifrunde im Winter so verläuft wie sie begonnen hat, wird ein gutes Ergebnis für die Beschäftigen das Resultat sein. Dank einer starken Gewerkschaft.

 

 


Nach oben

Der DGB Schweinfurt beteiligt sich am Bündnis Schweinfurt ist bunt.

Der DGB Würzburg beteiligt sich am Bündnis Würzburg ist bunt.