Deutscher Gewerkschaftsbund

16.01.2017
Klausur zum Jahresbeginn

DGB Würzburg fordert Verbot der Nazipartei „III. Weg“

Klausur zum Jahresauftakt beim DGB Kreisverband Würzburg.

Klausur zum Jahresauftakt beim DGB Kreisverband Würzburg. DGB Würzburg

Würzburg. Während einer Klausur zum Jahresauftakt hat der Vorstand des DGB in Würzburg seine gewerkschaftspolitischen Vorhaben festgelegt. Die Bundestagswahl im September, das Thema Rentenpolitik und die Frage „bezahlbarer Wohnraum“ sind einige Schwerpunkte. Im März wird es ein prominent besetztes DGB Bühnengespräch geben. Es geht um die Frage: Rot-Rot-Grün – Was bring das den Beschäftigten? Diskutieren werden zum Beispiel die hessische SPD Landtagsabgeordnete Andrea Ypsilanti und die linke Fraktionschefin im Thüringer Landtag, Susanne Hennig-Wellsow. DGB Kreisvorsitzende Karin Dauer kündigte am Rande der Klausur an, im Oktober 2017 bei der DGB Delegiertenkonferenz erneut zur Vorsitzenden des DGB in Würzburg zu kandidieren. DGB Kreisvorsitzende Karin Dauer kündigte am Rande der Klausur an, im Oktober 2017 bei der DGB Delegiertenkonferenz erneut zur Vorsitzenden des DGB in Würzburg zu kandidieren.

Im Verlauf der Tagung hat der DGB seine Forderung nach einem Verbot der Neonazivereinigung „III. Weg“ untermauert. Die Gruppe „III. Weg“, habe sich als Partei formiert und stehe ersatzweise in direkter Nachfolge des verbotenen faschistischen Netzwerkes „Freies Netz Süd“, heißt es in einer Pressemeldung des DGB. Inhalte und Personen beider Organisationen seien identisch. Gewerkschaftssekretär Norbert Zirnsak spricht in Sachen „III. Weg“ von einer „Chaostruppe in Springerstiefeln“, die mit einer „absurden Mischung aus faschistischer Ideologie und rassistischer Menschenverachtung“ hausieren gehe. „Einzelnen Akteuren dieser Partei werden Kontakte zum rechtsterroristischen NSU nachgesagt“, schreibt der DGB. Nach Angaben des DGB wirbt die Partei im Internet aktuell für einen Aufmarsch Mitte Februar in Würzburg. In Richtung Rathaus appellieren die Gewerkschafter aus diesem Grund, „die gute städtische Tradition fortzusetzen und diesen Aufmarsch im Februar zu verbieten“. Beim Gegenprotest setzt der DGB auf die „eigenständige Kraft der Würzburger Zivilgesellschaft“ und ruft zu Respekt in Würzburg auf.

Zum unterfrankenweiten DGB Rentenkongress am 18. Februar von 10 bis 13 Uhr fährt ein Bus nach Schweinfurt. Dort werden neben Gewerkschaftsvertretern die Bundestagsabgeordneten Anja Weisgerber (CSU), Bernd Rützel (SPD), Klaus Ernst (Die Linke) und Uwe Kekeritz (Bündnis 90/Die Grünen) zur Rentenpolitik befragt. Gewerkschaftsmitglieder melden sich zur Mitfahrt beim DGB unter Telefon 0931/56565 an. 


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