Deutscher Gewerkschaftsbund

03.03.2017
DGB Diskussion in Würzburg

Eine neue Konstellation in den Blick nehmen

Würzburg. Rot-Rot-Grün. Was bringt das den Beschäftigten? Zur Erörterung dieser Frage waren am Donnerstag gut 70 Interessierte zum DGB nach Würzburg gekommen. Auf der Bühne im Veranstaltungssaal „Blauer Adler“ diskutierten Helmut Radler und Norbert Zirnsak (DGB), MdL Susanne Henning-Wellsow (Die Linke), MdL Andrea Ypsilanti (SPD) und Manuela Rottmann (Bündnis 90/Die Grünen). Das Rot-Rot-Grün keine einfache Angelegenheit ist, wurde bei Zeiten klar. Das es große Schnittmengen gibt, dann aber auch.

Eingangs berichteten die Politikerinnen über ihre bisherigen Erfahrungen mit Rot-Rot-Grün. Susanne Henning-Wellsow steht an der Spitze der Linksfraktion im Thüringer Landtag. Die Linke stellt mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten einer rot-rot-grünen Landesregierung. Susanne Henning-Wellsow war überzeugt, dass Rot-Rot-Grün funktionieren kann. „Die beteiligten müssen miteinander können“. Andrea Ypsilanti sprach von der Notwendigkeit einer „gemeinsamen Idee von einem Politikwechsel“, und warb unter dieser Voraussetzung für Rot-Rot-Grün im Bund. Andrea Ypsilanti hat bereits im Jahr 2008 in Hessen einen Versuch unternommen eine „Linkskoalition“ auf die Beine zu stellen. Manuela Rottmann sieht Situationen, „wo Rot-Rot-Grün gelingen kann“. Manuela Rottmann war einige Jahre lang in der Frankfurter Kommunalpolitik aktiv und wichtige Akteurin einer anderen politischen Formation: Schwarz-Grün. Damals unter Petra Roth.

Der Gewerkschafter Helmut Radler erinnerte an die bundesweite Initiative „Würzburger Appell pro Linkskoalition“ Im Jahr 2009 hatten, durch Würzburger Gewerkschafter angestoßen, eine Menge gewerkschaftlich organisierte Kolleginnen und Kollegen die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Partei Die Linke dazu aufgefordert, ein Bündnis zu schmieden, „welches unsere Gesellschaft gerechter, solidarischer und ökologischer macht“.

In der weiteren Debatte standen die Themen der Arbeit im Mittelpunkt. DGB Gewerkschaftssekretär Norbert Zirnsak thematisierte deregulierte Arbeitsmärkte, Fragen der Rentenpolitik und den Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge. Im Verlauf geriet die Verteilungsfrage in den Fokus. Susanne Hennig-Wellsow und Andrea Ypsilanti redeten von der Notwendigkeit mit Stellschrauben wie einer Vermögenssteuer zu mehr sozialer Gerechtigkeit zu gelangen. Manuela Rottmann war da zurückhaltender. Sie warnte angesichts globalisierter Verhältnisse vor einem „zurück in die 70er Jahre“.

Am Ende stand eine rege Publikumsdebatte. Zahlreiche Wortmeldungen beschäftigten sich mit den Verhältnissen in der Gesundheitspolitik. Auch das Thema „Krieg und Frieden“ wurde angesprochen. Armin Meisterernst von Ökopax e.V. verwies auf Rüstungsexporte und den erklärten Willen der Regierenden, den Haushalt für das Militär deutlich aufzustocken. Die DGB Kreisvorsitzende Karin Dauer zog zum Schluss das Fazit: „Man muss weiterhin miteinander sprechen. Die Veranstaltung hat einen Beitrag dazu geleistet, um eine neue Konstellation in den Blick zu nehmen".

Rot-Rot-Grün. Was bringt das den Beschäftigten? Zur Erörterung dieser Frage waren am Donnerstag gut 70 Interessierte zum DGB nach Würzburg gekommen. Auf der Bühne im Veranstaltungssaal „Blauer Adler“ diskutierten von links nach rechts: Helmut Radler (DGB), MdL Susanne Henning-Wellsow (Die Linke), MdL Andrea Ypsilanti (SPD), Manuela Rottmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Norbert Zirnsak (DGB).

Rot-Rot-Grün. Was bringt das den Beschäftigten? Zur Erörterung dieser Frage waren am Donnerstag gut 70 Interessierte zum DGB nach Würzburg gekommen. Auf der Bühne im Veranstaltungssaal „Blauer Adler“ diskutierten von links nach rechts: Helmut Radler (DGB), MdL Susanne Henning-Wellsow (Die Linke), MdL Andrea Ypsilanti (SPD), Manuela Rottmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Norbert Zirnsak (DGB). DGB Würzburg

Karin Dauer, die DGB Kreisvorsitzende in Würzburg, rechts im Bild, zog zum Schluss das Fazit: „Man muss weiterhin miteinander sprechen. Die Veranstaltung hat einen Beitrag dazu geleistet, um eine neue Konstellation in den Blick zu nehmen".

Karin Dauer, die DGB Kreisvorsitzende in Würzburg, rechts im Bild, zog zum Schluss das Fazit: „Man muss weiterhin miteinander sprechen. Die Veranstaltung hat einen Beitrag dazu geleistet, um eine neue Konstellation in den Blick zu nehmen". DGB Unterfranken


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