Deutscher Gewerkschaftsbund

29.03.2018

Warnstreik ver.di Öffentlicher Dienst in Aschaffenburg

DGB Region Ufr.

Aschaffenburg-Alzenau. Nach Schweinfurt und Würzburg in der vergangenen Woche fand nun auch ein Warnstreik des Öffentlichen Dienstes (ÖD) in Aschaffenburg statt. Vor dem Klinikum Aschaffenburg versammelten sich über 250 Streikende aus verschiedenen Bereichen des ÖD. Neben Vertretern der Stadt, der Wasserwerke und der Verkehrsbetriebe waren insbesondere viele Azubis aus dem Krankenhaus zum Streik gekommen. Für die Azubis fordert ver.di unter anderem 100 Euro mehr pro Monat sowie die Angleichung der Urlaubstage auf 30 im Jahr. Die meisten der Beschäftigten des Klinikums wurden jedoch nicht zum Streik aufgerufen, weil die dünne Personaldecke sonst das Wohl der Patienten nicht hätte sichern können.

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Die Begrüßung erfolgte durch Birgit Stein, ver.di-Sekretärin aus Aschaffenburg. Sie vermittelte auch einen Eindruck von den bisherigen Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Diese hatten auch nach der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Hauptredner war Stefan Kimmel, ver.di-Sekretär für den Fachbereich 3 aus Würzburg. Er kritisierte, dass bei den Beschäftigten im ÖD nichts von den hohen Zuwächsen beim Steueraufkommen ankommt. Dabei forderte er die Regierung auch auf, sich beispielsweise einer Vermögenssteuer nicht zu verwehren. Schließlich ist dies eine Sache der Fairness und der Großteil der Bevölkerung werde davon nicht betroffen sein. Schon eine Vermögenssteuer von 1% bei einem Netto-Freibetrag von einer Million Euro würde dem Fiskus 20 Milliarden an Einnahmen einbringen.

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Begleitet wurde der Warnstreik von Musik und Bespaßung insbesondere der Azubis. Dafür war Nico Wickleder, Jugendsekretär bei ver.di zuständig. Ironischerweise war er selbst lange beim Klinikum Aschaffenburg angestellt und hier Jugend- und Auszubildenden-Vertreter sowie später auch Betriebsrat. Für den DGB sprach Regionssekretär Viktor Grauberger, er vertrat seinen erkrankten Kollegen Björn Wortmann. Grauberger bekräftigte die Streikenden in ihren Forderungen. Allein seit 2012 habe es mit zusätzlichen 120 Milliarden an Steuereinnahmen eine Steigerung von über 22% gegeben. Solange die Beschäftigten im ÖD keine entsprechenden Gehaltserhöhungen erhalten haben, könne nicht ernsthaft davon gesprochen werden, dass die Forderungen zu hoch angesetzt seien.

 

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