Deutscher Gewerkschaftsbund

12.03.2018
NGG Unterfranken

NGG wächst und bestätigt Ibo Ocak

DGB Region Ufr.

Würzburg. Im Rhythmus von fünf Jahren wählt die Gewerkschaft NGG ihre Vorstandschaft neu. So geschehen am 10. März, als in der Gaststätte Jahnwiesen Ibo Ocak von 40 Delegierten einstimmig zum Regionsvorsitzenden Unterfranken wiedergewählt wurde. Keine Überraschung, weiß man um die erfolgreiche Arbeit Ocaks mit seinem haupt- und ehramtlichen Team.

Überhaupt war die unterfränkische Delegiertenversammlung der Gewerkschaft NGG von Gemeinsinn und Einstimmigkeit geprägt. Wer auf Zwist, Ärger und Dissonanzen gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Denn neben Ocak wurde auch sein Stellvertreter Robert Bausewein, sowie die weiteren Mitglieder des Regionsvorstandes Marion Schemmel (Schriftführerin), Claudia Berger, Peter Berger, Jutta Düring, Thomas Griessmann, Rainer Kroth und Ottmar Montag ebenso einstimmig ins Amt gewählt.

 

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Vor der Wahl ergänzte Ibo Ocak den schriftlichen Geschäftsbericht in gewohnt deutlichen Worten, die sich an die Arbeitgeber richteten. Mit Blick auf die laufenden Betriebsratswahlen und der Tarifbindungsquote nahm er insbesondere die Großbäckereien, namentlich Götz- Brot  mit der Marke Kilians-Bäck, sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe aufs Korn. Deutlich positiver äußerte sich der NGG- Vorsitzende über die Arbeitsbedingungen der Nahrungsmittelindustrie wie bei Coca- Cola in Knetzgau, Hietsand in Gerolzhofen, Südzucker und Danone in Ochsenfurt oder auch die Milchwirtschaft. Maßgeblich verantwortlich für „Gute Arbeit“ seien hier, ein wachsender gewerkschaftlicher Organisationsgrad, eine breite Brust der Beschäftigten die Warnstreiks ermögliche und Betriebsräte, die mit Unterstützung der NGG einen tollen Job ablieferten. Insbesondere Ihnen sei es zu verdanken, dass die NGG Unterfranken von 2013 bis heute von 3.102 auf 3.183 Mitglieder gewachsen ist.

Im inhaltlichen Teil der Versammlung wünschte DGB Regionsgeschäftsführer Frank Firsching allen NGG- Kandidaten/innen viel Erfolg bei der Betriebsratswahlen und Rückendeckung durch die jeweilige Belegschaft. NGG Landesbezirksvorsitzender Freddy Adjan kommentierte den Koalitionsvertrag von Union und SPD aus gewerkschaftlicher Sicht. Sein Ergebnis: „Wir werden uns auch in Zukunft aus uns selbst verlassen müssen!“ Ihm fehle es an wirklichen Maßnahmen gegen Altersarmut, an mutigen Vorschlägen zur Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse wie Leiharbeit, Werkvertragsarbeitnehmer, Befristungen und Mini- Jobs. Zwar bekenne sich die GroKo zu Tarifverträgen, wie der oft trickreichen Tarifflucht von Arbeitgebern begegnet werden soll, bliebe der Koalitionsvertrag schuldig.

 

von links: Frank Firsching, Ibo Ocak und Robert Bausewein

von links: Frank Firsching, Ibo Ocak und Robert Bausewein DGB Region Ufr.


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