Deutscher Gewerkschaftsbund

10.09.2017

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen DGB Unterfranken

Schweinfurt/Oberndorf. Am 05. September fand im Vereinsheim des TV Schweinfurt-Oberndorf die von den IG Metall Senioren Schweinfurt organisierte Diskussionsveranstaltung „AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter_Innen“ statt. Die Begrüßung und Moderation erfolgte durch Wolfgang Ziller, den Vorsitzenden der IG Metall Senioren. Es folgten Vorträge von Viktor Grauberger, dem neuen DGB Regionssekretär aus Würzburg, und Klaus Hofmann, dem Sprecher der Initiative gegen das Vergessen. Anschließend fand eine Diskussion mit dem Publikum statt.

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen DGB Unterfranken

Wolfgang Ziller ging in seinen einleitenden Worten auf die allgemeine politische Lage und den Wahlkampf in Deutschland ein und legte anschließend die Motivation für die Veranstaltung dar. So hätten zwar auch Referate zu anderen Parteien erfolgen können, doch ausschlaggebend waren der Rassismus und die Arbeitnehmerfeindlichkeit der AfD.

Viktor Grauberger fokussierte sich in seinem Vortrag auf das Grundsatz- und Wahlprogramm der Rechtsaußen-Partei. Dabei ging er auf ihr neoliberales Ideal eines „schlanken Staates“, ihre steuerpolitischen Forderungen und die Haltung zu Sozialversicherungen und Arbeitnehmerrechten bzw. Mitbestimmung im Betrieb ein. Auch thematisierte er das propagierte, rückwärtsgewandte Gesellschaftsbild und die völkisch-nationale Ausrichtung der Partei. Zum Schluss verdeutlichte er die Unvereinbarkeit gewerkschaftlicher Grundwerte wie Solidarität und Internationalismus mit den Positionen der AfD.

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen

AfD - keine Alternative für Arbeitnehmer- u. Renter-Innen DGB Unterfranken

Klaus Hofmann stellte in seinem Vortrag die regionale Szene der AfD vor. Dabei wurden die einzelnen Kreisverbände und der Bezirk Unterfrankens ebenso beleuchtet wie der Landesbezirk. Insbesondere seine Einlassungen hinsichtlich des sogenannten „Flügels“ der Partei – in diesem sind die völkisch-nationalistischen Strömungen um Bernd Höcke oder auch André Poggenburg organisiert – stießen auf großes Interesse. Darüber hinaus äußerte er seine Befürchtung, dass AfD-Anhänger in den kommenden Jahren eigene Betriebsratslisten stellen könnten. Damit würde der Grundgedanke der Solidarität natürlich ad absurdum geführt.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde unter anderem die Problematik, dass selbst manche Ehrenamtliche aus dem sozialen Bereich mit dem Gedanken liebäugeln die AfD aus Protest gegen die unsoziale Politik zu wählen. Freilich würden diese wegen des neoliberalen Programms der Partei an dem Ast sägen, auf welchen sie selbst sitzen. 


Nach oben

Der DGB Schweinfurt beteiligt sich am Bündnis Schweinfurt ist bunt.

Der DGB Würzburg beteiligt sich am Bündnis Würzburg ist bunt.