Deutscher Gewerkschaftsbund

05.11.2018

verdi-Jubilarehrung Aschaffenburg/Miltenberg

verdi-Jubilarehrung Aschaffenburg/Miltenberg

verdi-Jubilarehrung Aschaffenburg/Miltenberg Verdi AB

Aschaffenburg/Miltenberg. Der Musiker und Kabarettist Klaus Staab unterhielt die langjährigen Gewerkschaftsmitglieder bei der Jubilarehrung im Nilkheimer Bürgerhaus, Erika Haas erinnerte an die Umstände, die die Zeit prägten, als die zu Ehrenden vor 25, 40, 50, 60, 65 und sogar 70 Jahren in ihre Gewerkschaft eintraten. Verdi-Geschäftsführer Gerald Burkard begrüßte die Gäste und der DGB-Regionssekretär und Kreisverbandsvorsitzende Björn Wortmann hielt die Festrede.
Wortmann würdigte den Zusammenschluss der fünf Einzelgewerkschaften zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vor 17 Jahren als Chance, auf Veränderungen in der Arbeitswelt kraftvoll reagieren zu können, unterschiedliche Stärken zu bündeln und die Arbeitnehmerschaft weiter zu bündeln. "Ihr habt in den letzten Jahrzehnten erstritten, erkämpft, wovon viele heute profitieren - auch die Trittbrettfahrer, die sich nicht organisieren, aber Tarifleistungen mitnehmen", so der Festredner. Wortmann rief die Jugend auf, das Erkämpfte zu verteidigen, es könne nicht sein, dass Profitinteressen höher bewertet würden als die Interessen der Beschäftigten.
"Bilanzen stehen auf dem Papier, Menschen stehen im Leben", meinte er und zitierte den ehemaligen DGB-Vorsitzenden Ludwig Rosenberg, der im Jahr 1968 sagte: "Soziale Sicherheit, geregelter Lohn und Arbeitszeit, relativer Wohlstand, politische Gleichberechtigung und Freiheit sind keine Geschenke gütiger Götter, sondern Ergebnis von Kampf, Opfer, Blut und Tränen".
Wortmann geißelte die Agenda-Politik der rot-grünen Koalition im Jahr 2003 als Wegbereiter für Deutschland als größten Niedriglohnsektor im heutigen Europa und die Auswirkung auf die Region: "42,5 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse sind hier Teilzeit, Zeitarbeit oder Mini-Job". Entfesselte Finanzmärkte, abnehmende Tarifbindung, Ausweitung des Niedriglohnsektors, unsichere Beschäftigungsverhältnisse, Leiharbeit, Werkverträge, Befristungen - all das wären Auswüchse der Profitmaximierung nach der Logik des Kapitals, "die es zu bekämpfen gilt", so der DGB-Regionssekretär.
"Wir ehren eure Treue in Zeiten so vieler Trittbrettfahrer, die die Tarifabschlüsse mitnehmen, aber nichts dafür tun", meinte Wortmann. "Solidarität, Gerechtigkeit, Demokratie und Würde", darum drehe sich im Kern die Arbeit von Verdi und der zu ehrenden langjährigen Mitglieder. Bernd Bauer

"Ihr habt in den letzten Jahrzehnten erstritten, erkämpft, wovon viele heute profitieren - auch die Trittbrettfahrer, die sich nicht organisieren, aber Tarifleistungen mitnehmen", so der Festredner Björn Wortmann. Er rief die Jugend auf, das Erkämpfte zu verteidigen, es könne nicht sein, dass Profitinteressen höher bewertet würden als die Interessen der Beschäftigten

"Ihr habt in den letzten Jahrzehnten erstritten, erkämpft, wovon viele heute profitieren - auch die Trittbrettfahrer, die sich nicht organisieren, aber Tarifleistungen mitnehmen", so der Festredner Björn Wortmann. Er rief die Jugend auf, das Erkämpfte zu verteidigen, es könne nicht sein, dass Profitinteressen höher bewertet würden als die Interessen der Beschäftigten. Verdi AB


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