Deutscher Gewerkschaftsbund

17.01.2018
Warnstreik am 17. Januar in Kitzingen

Hunderte folgten dem Aufruf der IG Metall

Streikene Kolleginnen und Kollegen vor dem Werkstor von Frankenguss Foto: DGB Unterfranken

Kitzingen. Schneechaos, Wind und Wetter konnten die Metallerinnen und Metaller nicht davon abhalten, sich mit ihrem Warnstreik an der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie zu beteiligen. Über 500 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf der IG Metall, an diesem Donnerstagvormittag vor das Werkstor von Frankenguss in Kitzingen zu ziehen. Es beteiligten sich neben Beschäftigten von Frankenguss auch zahlreiche von den Firmen Leoni, Baumüller, GEA und Bosch Rexroth. Zudem beteiligte sich eine Solidargruppe von Fehrer.

 

Walther Mann (1. Bevollmächtiger IG Metall Würzburg) Foto: DGB Unterfranken

 

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg, Walter Mann, eröffnete die Redebeiträge an die-sem verschneiten Vormittag, er sprach dabei unter anderem über die bisherigen Angebote der Arbeitgeber, die allesamt lächerlich niedrig ausfielen. Zudem wurde Kompromissbereitschaft hinsichtlich der Arbeitszeitverkürzung gefordert. Des Weiteren verwies er auf die zahlreichen Arbeitnehmerrechte, die zuerst von der IG Metall erkämpft wurden, wie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

 

Regionssekretär Viktor Grauberger aus dem DGB Büro in Würzburg sprach den Kolleginnen und Kollegen als Vertretung des DGB Unterfranken die Solidarität aller im DGB organisierten Mitgliedsgewerkschaften aus und betonte, dass die IG Metall-Forderungen insbesondere zur Arbeitszeit genau zur richtigen Zeit kämen, weil Arbeitgeber derzeit gegen das Arbeitszeitgesetz mobil machten. Weitere Beiträge wurden von Betriebsratsvorsitzenden gehalten.

 

Norbert Zirnsak (IG Metall Würzburg) Foto: DGB Unterfranken

 

Den Abschluss machte Norbert Zirnsak, der neue IG Metall Sekretär in Würzburg. In einer kämpferischen Rede stimmte er die Kolleginnen und Kollegen auf die weiteren Auseinandersetzungen ein. Er forderte eine harte Haltung gegenüber den Arbeitgebern und kritisierte den Gesamtmetall-Vorsitzenden Dulger, der die Warnstreiks der IG Metall als „ritualisiert“ bezeichnete.

Norbert Zirnsak (IG Metall Würzburg) Foto: DGB Unterfranken


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